Dortmund feiert Chanukka
Chanukka wurde in der Jüdischen Gemeinde Dortmund auch in diesem Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen begangen, die sich über mehrere Tage erstreckten und Menschen aller Generationen zusammenführten. Das Programm reichte von festlichen Abenden über Angebote für Familien bis hin zu öffentlichen Kerzenzündungen an zentralen Orten der Stadt.
Den Auftakt machte der Chanukka-Ball, der die Gemeinde gleich zu Beginn zusammenbrachte. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Boris Rosenthal und seiner Band. Mit israelischer und internationaler Pop-Musik füllten sie den Saal und luden zum Tanzen und Mitsingen ein. Der geschmückte Raum, das gemeinsame Essen und die Musik sorgten für einen lebendigen Start in die Chanukka-Tage.
Am Sonntag fand der magische Chanukka-Markt statt, organisiert und durchgeführt vom Jugendzentrum „Emuna“. Die Gemeinde verwandelte sich in einen bunten Treffpunkt für Familien. An Spiel-, Bastel- und Lernstationen konnten Kinder Chanukka auf vielfältige Weise entdecken. Für besondere Begeisterung sorgte die Zaubershow von Sascha Lange. Zum Abschluss erhielten die Kinder Chanukka-Geschenke.
Auch für die Seniorinnen und Senioren wurde ein eigener Abend gestaltet. Die „Kosher-Swing-Band“, die Live-Band der Gemeinde, begleitete das Programm musikalisch. Tanzauftritte der Kinder sowie ein Beitrag des Gemeindechors machten den Abend zu einem fröhlichen Erlebnis, bei dem verschiedene Generationen zusammenkamen.
Ein wichtiger Teil der Chanukka-Feierlichkeiten fand im öffentlichen Raum statt. Auch vor dem Opernhaus und auf dem Dortmunder U-Turm leuchteten während der Chanukka-Tage täglich die Kerzen. Damit wurde Chanukka nicht nur sichtbar, sondern zugleich als Zeichen der Verbundenheit zwischen Gemeinde und Stadt wahrgenommen. Gemeinsam mit Chabad Dortmund wurden die Kerzen zudem am Friedensplatz entzündet, begleitet von einer Begrüßung durch den neuen Oberbürgermeister Alexander Kalouti.
Zum Abschluss der Chanukka-Tage trafen sich Gemeindemitglieder, Freundinnen und Freunde der Gemeinde am Phoenix-See, wo alle acht Chanukka-Kerzen entzündet wurden. Für viele war es wichtig, dabei zu sein – für die einen, um jüdisches Leben selbstbewusst sichtbar zu machen, für die anderen, um ihre Unterstützung zu zeigen. Die Kerzen wurden von Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Religionen sowie Organisationen der Stadt gemeinsam entzündet. Bei koscherem Glühwein, Kinderpunsch und traditionellen Leckereien wurde miteinander gesprochen, zugehört und gefeiert. Die Musik von Baruch Chauskin begleitete den Abend und setzte einen fröhlichen gemeinsamen Schlusspunkt unter die Chanukka-Feierlichkeiten.
Rabbinat Dortmund
Fotos: Darya Singh, Hana Kopelewitsch, Shani Tzvia, Ramiel Tkachenko, Avigdor Nosikov